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Kurzhantel-Rudern auf schräger Flachbank.

Durch das „Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank“ baust du einen definierten Rücken auf und trainierst gleichzeitig eine stabile, kontrollierte Zugbewegung. Die Übung eignet sich besonders gut, wenn du deine Rückenmuskulatur gezielt kräftigen möchtest, ohne den unteren Rücken zu stark zu belasten. Da dein Oberkörper auf der Schrägbank abgestützt wird, kannst du dich besser auf die Bewegung der Arme, Ellbogen und Schulterblätter konzentrieren.

Im Vergleich zum klassischen vorgebeugten Rudern mit Kurzhanteln oder Langhantel ist diese Variante für viele Trainierende angenehmer, weil weniger Stabilisationsarbeit im unteren Rücken notwendig ist. Gerade Anfänger, Personen mit noch schwacher Rumpfmuskulatur oder Sportler, die ihre Rückenmuskulatur sauber isolieren möchten, profitieren von dieser kontrollierten Ausführung.

Folgende Muskeln werden dabei besonders trainiert:

  • Breiter Rückenmuskel
  • Großer und kleiner Rautenmuskel
  • Untergrätenmuskel
  • Kapuzenmuskel
  • Hinterer Teil des Deltamuskels

Zusätzlich arbeiten auch deine Armbeuger, insbesondere der Bizeps und der Armbeuger im Unterarm, unterstützend mit. Der Fokus sollte jedoch immer auf dem Rücken liegen. Entscheidend ist deshalb, dass du die Bewegung nicht nur aus den Armen ziehst, sondern bewusst die Schulterblätter nach hinten und leicht zusammenführst.

Als Hilfsmittel benötigst du nur eine Kurzhantel und eine Schrägbank, auf der du problemlos deine Übung ausführen kannst. Idealerweise verwendest du zwei Kurzhanteln, damit beide Körperseiten gleichmäßig belastet werden. Alternativ kannst du die Übung auch einarmig ausführen, wenn du dich noch stärker auf die jeweilige Seite konzentrieren möchtest. Das folgende Video zeigt dir die Vorgehensweise!

https://youtu.be/QbIrXTkvJ88

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bevor du mit dem Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank beginnst, solltest du die Bank richtig einstellen und ein Gewicht wählen, das du kontrolliert bewegen kannst. Die Übung lebt nicht von möglichst schweren Hanteln, sondern von einer sauberen Zugbewegung und einer bewussten Muskelspannung im oberen Rücken.

  1. Stelle die Bank leicht schräg und lege zwei Kurzhanteln an das hochgestellte Ende.
  2. Lege dich auf den Bauch in Richtung des hochgestellten Endes, sodass du dich mit deinem Hintern auf das kurze Polster setzt.
  3. Suche nun mit deinen Beinen den Bodenkontakt und stabilisiere deinen Körper.
  4. Nun greifst du die Kurzhanteln auf dem Boden und lässt deine Arme zuerst fast durchgestreckt hängen.
  5. Richte jetzt deinen Kopf auf und schaue nach vorne.
  6. Beim Ausatmen sollst du nun die Ellbogen seitlich nach oben an deinem Oberkörper vorbei bis zum höchsten Punkt ziehen.
  7. Im höchsten Punkt ziehst du die Schulterblätter zusammen.
  8. Danach senkst du deine Ellbogen wieder langsam nach unten und atmest dabei wieder ein.

Das Hochziehen und Absenken der Ellbogen wiederholst du nun mehrere Male, bis du die Übung abschließen kannst. Achte darauf, dass jede Wiederholung kontrolliert bleibt. Der untere Teil der Bewegung sollte nicht einfach „fallen gelassen“ werden. Gerade beim langsamen Absenken arbeitet deine Muskulatur weiterhin aktiv.

Eine gute Orientierung ist, die Hanteln etwa eine Sekunde nach oben zu ziehen, oben kurz zu halten und anschließend zwei bis drei Sekunden kontrolliert abzusenken. Dadurch verbesserst du die Muskelspannung und reduzierst das Risiko, die Übung mit Schwung auszuführen.

Beliebte Fehler beim „Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank“

Ein sehr beliebter Fehler bei der Übung ist das Schwungholen über den Oberkörper. Dies verfälscht jedoch das Trainingsziel. Dein Körper sollte bei der Ausführung stabil sein und deine Ellbogen solltest du unbedingt seitlich am Körper vorbeiführen.

Wenn du mit Schwung arbeitest, übernimmt oft nicht mehr der Rücken die Hauptarbeit. Stattdessen helfen Arme, Schultern und Körperbewegung zu stark mit. Dadurch sinkt der Trainingseffekt für die Zielmuskulatur. Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass du die Bewegung unsauber ausführst und deine Schultern unnötig belastest.

Zur Vereinfachung der Übung legen einige Trainierende die Hantel auf dem Boden ab. Dieses Verhalten solltest du unterlassen. Wenn die Ausführung zu schwer ist, verwende leichtere Gewichte. Das Ablegen der Hanteln unterbricht die Spannung und verhindert, dass die Muskulatur während des gesamten Satzes kontrolliert arbeitet.

Ein weiterer häufiger Fehler ist ein zu starkes Hochziehen der Schultern. Dabei wandern die Schultern Richtung Ohren, wodurch der Nacken unnötig belastet wird. Besser ist es, die Schultern bewusst tief zu halten und die Bewegung aus dem oberen Rücken einzuleiten.

Auch ein zu großer Bewegungsradius kann problematisch sein. Ziehst du die Ellbogen extrem weit nach oben, kann die Schulterposition ungünstig werden. Ziel ist nicht, die Hanteln möglichst hoch zu reißen, sondern den Rücken gezielt zu kontrahieren und die Schulterblätter kontrolliert zusammenzuführen.

Anmerkungen und Tipps

  1. Geschwindigkeit: Mache diese Übung niemals ruckartig, sondern senke die Gewichte langsam nach unten.
  2. Haltung der Arme: Deine Arme darfst du dabei nicht komplett durchstrecken. Diese sind leicht gebeugt.
  3. Optimale Kontraktion: Am obersten Punkt solltest du die Schulterblätter zusammenziehen und diese Position für einen kurzen Moment halten.

Achte außerdem darauf, dass dein Kopf in einer neutralen Position bleibt. Du musst nicht stark nach oben schauen. Ein leicht nach vorne gerichteter Blick reicht aus. Wichtig ist, dass deine Halswirbelsäule nicht unnötig überstreckt wird.

Wähle das Gewicht so, dass du die letzten Wiederholungen zwar deutlich spürst, aber weiterhin sauber ausführen kannst. Wenn du merkst, dass du ruckst, die Schultern hochziehst oder die Bewegung nicht mehr kontrollieren kannst, ist das Gewicht zu schwer.

Für den Muskelaufbau eignen sich häufig 8 bis 12 Wiederholungen pro Satz. Für eine stärkere Betonung der Technik und Muskelkontrolle kannst du auch mit 12 bis 15 Wiederholungen arbeiten. Zwei bis vier Sätze sind für die meisten Trainingspläne ausreichend, je nachdem, wie viele weitere Rückenübungen du bereits absolvierst.

Für wen eignet sich das Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank?

Das Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank eignet sich für Anfänger, Fortgeschrittene und erfahrene Trainierende. Anfänger profitieren davon, dass der Oberkörper durch die Bank stabilisiert wird. Dadurch fällt es leichter, die Bewegung zu lernen und den Rücken bewusst anzusteuern.

Fortgeschrittene können die Übung nutzen, um gezielt mehr Volumen für den oberen und mittleren Rücken einzubauen. Besonders nach schweren Grundübungen wie Kreuzheben, Klimmzügen oder Langhantelrudern ist diese Variante eine gute Ergänzung, weil sie kontrolliert und vergleichsweise rückenschonend ausgeführt werden kann.

Auch für Personen, die beim freien Rudern schnell im unteren Rücken ermüden, kann diese Variante sinnvoll sein. Die Schrägbank nimmt einen Teil der Stabilisationsarbeit ab, sodass der Fokus stärker auf dem Latissimus, den Rautenmuskel und dem Kapuzenmuskel liegt.

Welche Bankeinstellung ist sinnvoll?

Die Bank sollte leicht bis moderat schräg eingestellt werden. Ist die Bank zu flach, kann der Bewegungsradius unangenehm werden. Ist sie zu steil, verändert sich die Zugrichtung stärker in Richtung oberer Rücken und hintere Schulter. Eine mittlere Einstellung ist für die meisten Trainierenden ein guter Ausgangspunkt.

Teste verschiedene Winkel und achte darauf, bei welcher Einstellung du die Rückenmuskulatur am besten spürst. Dein Brustkorb sollte stabil aufliegen, während deine Arme frei nach unten hängen können. Die Kurzhanteln sollten den Boden in der Startposition nicht berühren, damit die Spannung erhalten bleibt.

Varianten der Übung

Du kannst das Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank auf verschiedene Arten variieren. Bei der klassischen Variante ziehst du beide Kurzhanteln gleichzeitig nach oben. Dadurch trainierst du beide Seiten gleichmäßig und sparst Zeit.

Bei der einarmigen Variante ziehst du jeweils nur eine Kurzhantel nach oben. Dadurch kannst du dich stärker auf eine Seite konzentrieren und mögliche Unterschiede zwischen linker und rechter Körperhälfte besser ausgleichen. Diese Variante eignet sich besonders, wenn du eine Seite bewusster spüren oder technische Details verbessern möchtest.

Du kannst außerdem mit der Griffhaltung spielen. Bei neutralem Griff zeigen die Handflächen zueinander. Diese Variante ist für viele Schultern angenehm. Bei proniertem Griff zeigen die Handflächen eher nach hinten oder unten, wodurch der obere Rücken und die hintere Schulter stärker betont werden können.

Einbindung in deinen Trainingsplan

Das Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank passt sehr gut in ein Rückentraining, ein Oberkörpertraining oder einen Push-Pull-Plan. Du kannst die Übung nach schweren Zugübungen einsetzen oder als Hauptübung verwenden, wenn du besonders kontrolliert trainieren möchtest.

Eine mögliche Reihenfolge im Rückentraining wäre zum Beispiel: Klimmzüge oder Latzug, anschließend Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank und danach eine weitere Übung für den oberen Rücken oder die hintere Schulter. So deckst du verschiedene Zugrichtungen ab und trainierst die Rückenmuskulatur umfassender.

Wenn du die Übung im Ganzkörpertraining verwendest, reichen meist zwei bis drei Sätze aus. In einem spezialisierten Rückentraining können auch drei bis vier Sätze sinnvoll sein. Wichtig ist, dass du genug Regeneration einplanst und nicht jede Einheit bis zum völligen Muskelversagen trainierst.

Damit ist das „Kurzhantel-Rudern auf der Schrägbank“ eine tolle Übung, um deinem Rücken Form zu verleihen und deine Muskulatur zu stärken! Du darfst niemals Schwung holen und auch keine ruckartigen Bewegungen machen. Deine Ellbogen solltest du unbedingt kontrolliert an deinem Körper vorbeiführen. Halte deine Schultern stabil, ziehe die Schulterblätter bewusst zusammen und senke die Gewichte langsam wieder ab. Viel Spaß beim Ausführen!

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